glueh.
090206 Wenn wir sterben, sind wir tot.

Manche sind es davor schon, oder glauben, sie seien es, vielleicht sind wir es ja alle, innerlich, oder auch aeusserlich, wir verrotten ein Leben lang, und unser Denken ist die Todeszuckung, jede neue Idee, jeder Zweifel, jedes Wort, das sich in unseren Hirnen zusammenfuegt aus einzelnen Buchstaben, die zunaechst wirr und bestimmungslos durch die Leere in uns fleuchten, theatralisch, alle Wuensche, die sich uns auftun, insbesondere Wunschtraeume, sind die Jaktationen unseres kuemmerlichen Liebesspiels, und wir lieben das Leben in der Tat, mit allem, was unsere verstopften Herzen zu bieten haben, mehr als alles andere, und wahrscheinlich ist diese Unterbrechung des Totseins die einzige Moeglichkeit dafuer, dieses Gefuehl zu empfinden, da wir vor ihm ebensowenig leben, wie danach.
22.6.06 11:08
 


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